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Vorweg sollte ich erwähnen, dass ich grundsätzlich mit dem Konstrukt einer Religion nur wenig anzufangen weiß:
Der Gedanke daran, dass eine Gruppe von Menschen die exakt gleiche Vorstellung von Spiritualität, “Gott” und dem unwissenschaftlichen, “magischen” Entstehungsprozess des “Seins” anhängt, wirkt auf mich immer befremdlich genug, um nach Möglichkeit so wenig damit zu tun haben zu wollen, wie es nur eben geht. Allein die Tatsache, dass abweichende Vorstellungen so gut wie nie toleriert werden, widerspricht mir schon.

Die historische Entwicklung des Maschinenbaus im Rheinland, die seit 1870 in Aachen mit der Gründung der RWTH gipfelte, ist untrennbar mit der Montanindustrie, wie aber auch mit der Tuchindustrie verbunden; der eine Wirtschaftszweig benötigte Lösungen für die Wasser- und Wetterkunst, der andere Automatisierung, um der Nachfrage und dem Preiskampf standhalten zu können.

Schiefer könnte man als „europäisches Kulturgut“ bezeichnen; egal welches Dorf auf dem Kontinent niedergebrannt, welche Stadt auch immer geschliffen und welches Bombardement auch immer stattfand – überall war mit Gewissheit in Europa ein Haus mit Schieferdeckung dabei, welches eine nicht so ganz schöne Zeit für sich erleben musste.

Kräuselnde Farbe fällt von den Wänden, der Putz bröckelig, feucht und vom Schimmel durchzogen. Tote Tauben türmen sich in manchen Ecken auf, ohne erkennbares Muster als Massengräber der flugfähigen Postboten – von eben jenen selbst – erwählt.

Krankenhäuser sind etwas, was mich in der Regel in keiner Art und Weise anzieht – ich arbeite immerhin seit über einem Jahrzehnt in einem (als kleine Besonderheit, könnte man sagen – Rettungsassistenten waren dafür nie vorgesehen und so werden wir dementsprechend auch manches Mal noch behandelt).

Ich arbeite mich vor, wusele mich durch meine alten Serien. Manche bearbeite ich noch einmal, mit dem Kenntnisstand von heute und manche gehen einfach so durch..

Wandel ist eine Sache: Entweder geht man mit der Zeit, oder man geht nach einer gewissen Zeit. Alles ist stets im Wandel, immer.

Nachdem es nun doch einige Resonanz gab, die mich über diverse Kanäle erreichte, führe ich das Format weiter, wie auch ja auch versprochen habe. Dass es dann doch etwas länger gedauert hat, bis der zweite Teil kam, lag an meiner Person: Derzeit (eigentlich das komplette Jahr 2020 über) ersaufe ich irgendwie in allem. Sei es Papier, Sterbefälle in der Familie, oder meiner dadurch anschwellenden Prokrastination. Es ist nicht einfach, aber man boxt sich durch…

Immer wieder die eine, stets bohrende Frage: Warum lässt man ein Haus derart zurück? Warum lässt man es so verfallen? Die Frage bohrt, sticht, nervt – weil ich sie nicht zufriedenstellend für mich beantworten kann.

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