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Kräuselnde Farbe fällt von den Wänden, der Putz bröckelig, feucht und vom Schimmel durchzogen. Tote Tauben türmen sich in manchen Ecken auf, ohne erkennbares Muster als Massengräber der flugfähigen Postboten – von eben jenen selbst – erwählt.

Krankenhäuser sind etwas, was mich in der Regel in keiner Art und Weise anzieht – ich arbeite immerhin seit über einem Jahrzehnt in einem (als kleine Besonderheit, könnte man sagen – Rettungsassistenten waren dafür nie vorgesehen und so werden wir dementsprechend auch manches Mal noch behandelt).

Ich arbeite mich vor, wusele mich durch meine alten Serien. Manche bearbeite ich noch einmal, mit dem Kenntnisstand von heute und manche gehen einfach so durch..

Wandel ist eine Sache: Entweder geht man mit der Zeit, oder man geht nach einer gewissen Zeit. Alles ist stets im Wandel, immer.

Nachdem es nun doch einige Resonanz gab, die mich über diverse Kanäle erreichte, führe ich das Format weiter, wie auch ja auch versprochen habe. Dass es dann doch etwas länger gedauert hat, bis der zweite Teil kam, lag an meiner Person: Derzeit (eigentlich das komplette Jahr 2020 über) ersaufe ich irgendwie in allem. Sei es Papier, Sterbefälle in der Familie, oder meiner dadurch anschwellenden Prokrastination. Es ist nicht einfach, aber man boxt sich durch…

Immer wieder die eine, stets bohrende Frage: Warum lässt man ein Haus derart zurück? Warum lässt man es so verfallen? Die Frage bohrt, sticht, nervt – weil ich sie nicht zufriedenstellend für mich beantworten kann.

Eine kleine Ewigkeit schon, hatte ich dieses Objekt auf meiner Liste, unbesucht und unbedacht von mir. Selten kommt soetwas nicht vor, dass man irgendwie immer um bestimmte Orte herum navigiert…

Ab und an lohnt es sich, wenn man Orte ein zweites Mal aufsucht und sich die Entwicklung und den aktuellen Zustand betrachtet. Witterung, Menschen und die Natur verändern über Jahre…

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