Atelier Mosaique

Atelier Mosaique
RR

Besucht im Jahr 2016

E

in Anblick, so typisch wie auch gewohnt; zerbrochene Fenster, eingestürzte Mauern und das Moos, welches sich immer nach kurzer Zeit als letzter, wie auch neuer Bewohner ansiedelt. Ein Anblick, wie man ihn sich schnell verinnerlicht, wenn man im Hinterland Belgiens unterwegs ist. Wenn man viele freie Stunden dort verbringt, wo andere nicht sein wollen.

Belgien kann man nicht lieben, wenn man es nicht lernt zu verstehen. Wenn man seine Seele nicht einatmet. Man muss es bereisen, erfahren und mehr als nur eine Portion Pommes* zu sich nehmen. Nur vom Wasser der Maas, da sollte man dringlichst die Pfoten lassen – außer man kennt einen guten Onkologen.

*Man muss aber mit gebrochenem Französisch bestellen, nur um dann auf Deutsch vom Wirt verbessert zu werden – mitten in der tiefsten Wallonie.

Weiterer Stoff

Papier Plaisir

Heiss, unerträglich heiss war es an diesem Tag – daran kann ich mich, trotz fortgeschrittenem Alter, noch mehr als gut erinnern. Die Sonne brüllte auf meine damals viel zu langen Haaren herab, ließ meinen Schädel kochen und mich zur angrenzenden Verzweiflung bringen, welche durch die Ströme von stechgeilen Insekten nur verstärkt wurde.

Masters of Dust

Industrie – mein heimlicher Fetisch. Rostiger Stahl, gigantische Hallen, oder auch kleine Werkstätten. Ein Geruch, der sich aus Öl, Fett und Metall vermengt, aus Holz, welches schwarz vor Dreck wurde. Industrie, wo körperliche Arbeit als ehrend, nicht beschämend verstanden wird. Dort, wo die stetige Atmosphäre des Schaffens herrscht und jederzeit etwas in Bewegung geraten könnte. Heilige Stätten des Fortschritts, Kathedralen der Arbeit.

Hochofenhausen

Angst/Mut Ich habe Angst. Angst vor dem Verlust meiner Sicherheit,…

Leave a comment

X