Usine S

Usine S - der aktive Teil...
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Besucht im Jahr 2015

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ie historische Entwicklung des Maschinenbaus im Rheinland, die seit 1870 in Aachen mit der Gründung der RWTH gipfelte, ist untrennbar mit der Montanindustrie, wie aber auch mit der Tuchindustrie verbunden; der eine Wirtschaftszweig benötigte Lösungen für die Wasser- und Wetterkunst, der andere Automatisierung, um der Nachfrage und dem Preiskampf standhalten zu können.

Beide Wirtschaftszweige waren lange Zeit untrennbar für das Rheinland und seine Bevölkerung verbunden, wie auch Auslöser verschiedener Begehrlichkeiten gegenüber diesem Flecken Erde und seiner Bewohner. So war schon Napoleon verrückt auf die „Rheinprovinz“, was in einer durchaus prägenden Annektierungszeit durch das damalige französische Imperium gipfelte. Prägend? Als Rheinländer benutzt man doch lieber das Wort „Plümo“, als denn das teutonische „Bettdecke“ für die nächtliche Kuschelhilfe. Nur ein Beispiel von sehr vielen Hinterlassenschaften (man achte auch einmal auf die Anzahl an Fenstern, die sich innerhalb einer waagerechten Reihe in Aachen befinden – sehr häufig entdeckt man das „3-Fenster-Haus“).

Als ein halbwegs perfekt integrierter Aachener (gebürtig aus Eschweiler, also eher dem „kölschen“ Teil), der öfter „Aue“ und „Au Hur“ von sich gibt als zu atmen, war mir der Besuch dieses Ortes ein kleineres Vergnügen, da genau hier – im tiefsten Verviers – Tuchmachergeschichte zu finden sein sollte… Nun ja, sollte.

Eigentlich war sie es auch, nur waren wir wieder „besonders“ an dem Tag und verirrten uns nicht in den Bereich mit der Ansammlung an historischen Maschinen, sondern landeten im fast noch aktiven, teils betriebenen Teil des Werkes. Eine Kunst für sich, sollte man meinen.

Erfreulicherweise wurde wohl ein Teil des historischen Maschinenparks vom Tuchwerk Aachen übernommen und restauriert, zudem wohl auch direkt vor Ort nun ein Museum entstehen soll. Besucht werden kann der Ort nur noch legal, wenn man entsprechende Fürbitte leistet – was sich in jedem Fall lohnt! Die Suche nach dem Ort überlasse ich dem Leser (etwas Spaß muss ja sein…)

Also viel Spaß mit diesem „Ausrutscher“ und den Bildern, die wohl kein anderer von diesem Ort so haben dürfte… hui…

Weiterer Stoff

Maison Gustaaf

Manchmal tut eine Pause gut, etwas Abstand noch viel besser. Manchmal.

Es war die erste Urbex-Tour seit Monaten, auf die mich mein Kumpel Manolo zerrte. Ich hatte mir eine Auszeit genommen, eine lange Auszeit. Keine Fotografie, keinen Stress, keine Besonderheiten. Eins sein mit der bedrückenden Langeweile einer ninetofive Existenz, die 2 1/2 Kinder, einen Urlaub pro Jahr, die Rente und dann ein Martyrium aus langwierigen Krankenhausbesuchen bedeutete. „Sich erden“ – oder einfach einmal das kleine Rädchen im Getriebe sein und sich drehen.

Chateau D´artagnan

Bewegt man sich in der „Szene“ (und wenn es auch nur ein wenig ist), entdeckt man ab und an bei anderen Pappnasen bestimmte Perlen, die man unbedingt selbst mit seiner geschätzten Existenz beehren möchte.

Chateau Congo

Belgien… Immer wieder Belgien. Das Land lässt mich nicht los, fesselt mich an sich. Dieses Land ist wie eine Droge mit Stil, wie Absinth, oder auch Opium, und betäubt einen auf genau die Art, die man gerne erlebt und die einen vom Rest der Welt abschottet.

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