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Wir leben in einer verrückten Ära, in einer wilden vorallem; während wir es ausgenscheinlich hinbekommen haben die Biosphäre in der Form zu ficken, dass sie uns in absehbarer Zeit zurückficken wird, scheint ein unstillbarer Hunger…

Anachronismus. Auch heute noch, 2019, als ich diesen Text schreibe, komme ich mir wie einer vor. Der Verdacht, irgendwie an der falschen Stelle gelandet zu sein, nagt noch immer an mir, aber bei weitem nicht mehr so theatralisch gefärbt wie mein originaler Text zur Tour, den ich mit einem leichten Schaudern der ENTF Taste übergeben habe.

Dieses Mal keine großen Texte, geistigen Ausschweifungen und wortreiche Lyrikorgien, die eh so gut wie nie gelesen werden. Einfach nur Bilder – Bilder ohne Erklärung, die für sich selbst sprechen sollen. Weil ich faul bin, weil ich müde bin.

Als 1944, am 06. Juni, die größte Landungsoperation in der Geschichte der Menschheit begann, war der Krieg eigentlich bereits vorbei. Eigentlich, so hätte der gesunde Menschenverstand es gesehen, war er bereits seit spätestens 1943 vorbei…

Durststrecken gibt es immer wieder einmal und vergleichbar mit der Landwirtschaft, geht auch beim „urbanen Erkunden“ der Großteil der Kollegen in die Winterpause, mummelt sich daheim vor dem Radiator in die Ikea Plasteflauschdecke und harrt der Dinge die da kommen…

Deutsche „Lost Places“ sind immer ein wenig anders, als vergleichbare Orte im Ausland: In der Regel absolut leer, zugemüllt und desöfteren so trostlos wie der Amtsschimmel der 80er Jahre.

Mir bricht es immer das Herz, wenn ich an solchen Orten bin; alte Autofriedhöfe, an denen der Rost die einst geliebte Gebrauchsgegenstände verzehrt. Klar, ein Auto ist nur ein Gegenstand, dem man besser keine emotionale Wertung zukommen lässt. Klar. Doch, auf der anderen Seite…

Alle Jahre wieder, da passiert es: Es wird getrommelt, zum Arbeitskampf aufgerufen, Menschen ziehen sich uniform Plastiktüten (oder in unserem Fall: Westen, die aber nichts mit den Gelbwesten zu tun haben – versprochen!) über den Rumpf, nutzen Trillerpfeifen und legen in Düsseldorf (und anderen Landeshauptstädten) den Verkehr lahm, dass es den dortigen Bewohner nur so graut vor diesen Tagen (Och Herm).

Wir allen lieben sie, wir alle geben sie auch gerne: Die Hilfsbereitschaft. Steckt der Kumpel betrunken bei seiner abendlichen, frischen Bekanntschaft, die mit abnehmendem Alkoholpegel immer inkompatibler für ihn und seine Lebensplanung / sexuelle Ausrichtung erscheint? Ein Anruf und wir holen ihn.

Die beste Freundin hat ein Problem in der Form eines Pickels, der mittlerweile Wahlrecht und Sozialversicherungsnummer besitzt? Wir fahren natürlich los und kaufen ein Basecap / ein Balaclava, bis die ISS nicht mehr aus dem Weltall davon berichtet.

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