Chinatown

Chinatown
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Besucht im Jahr 2014

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rbexbus – ein Ausdruck, der gerne mal in der Scene fällt und einen Umstand beschreibt, der bei „heißen“ Locations eintritt: An Wochenenden strömen unzählige der selbsterklärten „Urbexer“ in ein verlassenes Haus und bemühen sich nach Kräften, dort alles zu dekorieren, zu zerstören oder, im besten dieser Fälle, zu verdrecken. Da wandern dann gerne mal Stühle, Tische und ganze Klaviere durch die Etagen, oder es werden Rauchbomben gezündet, während man noch nebenbei die Funktionalität von Feuerlöschern überprüft.

Es sind solche Orte, die in kürzester Zeit zu Ruinen werden und ihren ursprünglichen Reiz gegen die Dekohölle der Hobby-Wittlers eintauschen. Jegliche Unberührtheit geht dahin, all der Charme des Verfalls und der Vergessenheit wird zerstört. Auch dieses kleine Chinarestaurant, am Rande einer ehemaligen Industriestadt Belgiens, fiel diesem Schicksal zum Opfer und wurde in einem Maße überrannt, wie es zu diesem Zeitpunkt noch einmalig war. Eine Auswirkung der wunderbaren Vernetzung der Urbexer untereinander. Ein Schiff aus Speckstein, beliebtes Dekoobjekt für viele Glutamattempel, fand anscheinend recht schnell seinen Weg in irgendein Wohnzimmer, wie noch viele weitere Artikel, die man Wochen zuvor noch auf Bildern sehen konnte.

Als wir dann vor Ort waren, nachdem die Location „kaputt geknipst“ wurde von „Urbex Crews“ jeglicher Couleur, war die Zeit dieses Ortes bereits vorbei. Passend zu meiner Grippe, die mir enormst zu schaffen machte an diesem Tag, befand sich auch hier alles in einem desaströsen Zustand. Wir machten unsere Arbeit, denn Freude empfand ich hierbei kaum noch. Dies war der Zeitpunkt, an dem „Urbex“ den Bach hinunterging.

Weiterer Stoff

The Birdhouse

Nach über vier Jahren Urbex, davon die meiste Zeit in Belgien, habe ich mit vielen Dingen abgeschlossen. Man fragt, nach den gesehenen Dingen und nach den tausenden von Kilometern, irgendwann nicht mehr nach dem „wieso?“, wenn man wieder einmal einen Ort betritt den man gerne selber erwerben, renovieren und bewohnen möchte. Wenn man unschätzbar wertvolle Möbel vorfindet, wenn man sieht wie die Szene solche Orte behandelt.

Die Bahn kam

Die Bahn kommt – meistens zu spät, überfüllt und manchmal (manchmal öfters) schon einmal gar nicht. Wie oft der ehemalige Slogan der Bahn ihr selbst schon zum Verhängnis wurde, das muss man nicht unbedingt erwähnen – man tritt keine Person am Boden (bisschen Auslachen reicht).

Papier Plaisir

Heiss, unerträglich heiss war es an diesem Tag – daran kann ich mich, trotz fortgeschrittenem Alter, noch mehr als gut erinnern. Die Sonne brüllte auf meine damals viel zu langen Haaren herab, ließ meinen Schädel kochen und mich zur angrenzenden Verzweiflung bringen, welche durch die Ströme von stechgeilen Insekten nur verstärkt wurde.

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