“Das Leben ist entweder ein wagemutiges Abenteuer oder Nichts.“ – Helen Keller

Oder: Das Leben wartet außerhalb der Komfortzone

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igentlich sollte ich gerade für eine bevorstehende Prüfung lernen. Eigentlich.

TV Klischees
TV Klischees

Uneigentlich? Fernweh. Viel davon.
Letztes Jahr habe ich mich zum ersten Mal auf den Weg gemacht, bin über den großen Teich geflogen und habe die USA erkundet. USA! Verrückt – und ja: Es sieht wirklich alles genau so wie im Fernsehen aus. Vermutlich riecht es auch so, wie man es sich immer vorstellt – kann man aber durch den Fernseher schlecht beurteilen.

Meine Reise startete in Nebraska – dem Bundesstaat, aus dem meine wunderschöne Frau stammt. Von dort aus starteten wir (ganz USA like) einen Roadtrip, der uns durch fünf Bundesstaaten führte:

  • Nebraska
  • Iowa
  • Wyoming
  • Utah
  • Colorado

Ganz schnell stellte ich dann fest:

Dieses Land bietet einem einfach alles: Kulinarisch, Menschlich, Optisch, Emotional. Man begreift sehr schnell, warum so viele Menschen von diesem Land träumen – davon träumen dort zu leben. Jeder hat eine Chance und kann diese nutzen, notfalls auch eine zweite – denn nur eines darf man dort nicht: Aufgeben und liegen bleiben.

Ob es für uns irgendwann auch Zeit wird auszuwandern, werden die nächsten Jahre noch zeigen – vorstellbar wäre es für mich.

Doch wo wir bei den gebotenen Dingen waren…

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Fleisch, Pseudosalat und Gürkchen: LECKER!

Kulinarisch? Ja, es gibt reichlich gutes Essen an jeder Ecke und die üblichen Hamburger sind natürlich ein Muss. So war auch ein Ausflug zu Wendys vorprogrammiert und enttäuschte meine Erwartungen nicht. Die Qualität von Fleisch, Gemüse und Obst ist einfach anders, man muss es schmecken um es zu verstehen und es kommt natürlich auch darauf an, wo man gerade ist – und isst. Sollte es euch mal nach Omaha, Nebraska, verschlagen: Geht ins Upstream  (514 SOUTH 11TH STREET OMAHA, NE 68102) und probiert ein Upstream Reuben Sandwich für $9.99 – ihr werdet nicht enttäuscht.  Dazu einfach alle Biersorten durchprobieren (wobei man wissen sollte, dass die US Amerikaner nicht sonderlich viel vom deutschen Reinheitsgebot halten), die im Upstream angeboten werden und der Magen fühlt sich wie im Himmel (und man versteht, wieso der Herzinfarkt die Nummer 1 Erkrankung in den USA ist)!

Klischees? Gibt es reichlich und ich habe sogar schießen dürfen – und mir eine (in meinen europäischen Augen) nicht unbeträchtliche Sammlung an Waffen angesehen, welche aber absolut verantwortungsvoll gelagert und verwendet wurden.
Also dann doch ein gestorbenes Klischee: Keine geladene 9mm im Handschuhfach. Bei meinem Ausflug in die Welt der Sportschützen mussten dann auch nur Tontauben dran glauben – und das war wirklich interessant. Manche Dinge muss dann einfach einmal ausprobiert haben, um sie verstehen zu können und wer hätte es gedacht: Der Rückstoß einer Schrotflinte ist nicht so heftig, wie ich vermutet hätte.

Als bekennender Autofreak, befand ich mich natürlich im Paradies der Autokultur –  ich konnte mir eine der wohl üblichen Autoshows ansehen, eine, wie sie sein sollte: Viertelmeilen rennen, Burnouts, Powervergleiche und der Geruch von Gummi und Öl lagen dort allgegenwärtig in der Luft und ein Auto reihte sich an das nächste. Boliden, wie man sie hier kaum zu sehen bekommt oder der TÜV sie niemals auf öffentliche Straßen lassen würde.

Doch am meisten hat mich die unbeschreibliche Größe und Weite dieses Landes beeindruckt; Man kann über Stunden fahren und die Landschaft ändert sich nicht und wenn sie es dann tut, tut sie es richtig. Wie alles in den USA: Klotzen, statt Kleckern. Um es zu verdeutlichen: Ich sah 5 Bundesstaaten in 10 Tagen und selbst jetzt, nach über einem Jahr, fehlen mir die passenden Worte um es zum Ausdruck zu bringen. Die Natur dort ist einfach überwältigend und man mag nur vermuten, was die ersten Menschen dort empfunden haben mögen. Wie passend, dass ich so gerne fotografiere und kaum an mich halten konnte, ob dieser ganzen Eindrücke.

So präsentiere ich euch hier einige Ausschnitte meiner Reise, die ich sicherlich wiederholen werde.

Auf dieser Reise habe ich abwechselnd eine Nikon D610, Olympus EP2 und ein Sony Xperia Z3 verwendet. Daher werden qualitative Unterschiede vorhanden sein.

 

Beste Grüße

Madmen Manolo

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