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Street und ich – oder: Ich und Street

Wie ich lernte die Straßenfotografie zu lieben

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as hier ist also mein „erstes Mal“. Ich blogge! Thematisch heute über Street und da ich hauptberuflich noch kein großer Fotograf bin, sondern passionierter semi pro Freelancer mit einem gewissen Ehrgeiz (und dem nötigen autodidaktischen Willen neues zu probieren), wird es wohl kaum um die technische Sparte gehen (sorry liebe Tech-Nerds, da sind maximal Geräte drin die mich begeistern), sondern mehr ums Fotografieren und was mich so begeistert, wie ich die Dinge angehe und was mir noch so einfällt. Es wird sehr frei geschrieben sein, so bitte ich um Nachsicht wenn ich keinen fesselnden Schreibstil habe – ich will auch diesen noch entwickeln.

Die Straße (wunderbar „Neudeutsch“ auch Street genannt) und die dazu passende Fotografie („Photography“), sind ein (gefühlt) schon immer dagewesener Zweig der Fotografie (eine Legende dieses Genres, wenn auch nicht nur dieses, stellt Henri Cartier-Bresson dar). Man dokumentiert das Leben seiner Epoche, des Alltags einer Stadt, ohne sich dessen bewusst zu sein – auf der steten Suche nach „dem einen Moment“. Hier, wo das Leben pulsiert, passiert so viel, in so kurzen Zeitfenstern, dass man teilweise nur mit Kopfweh heim geht – was aber auch kein Beinbruch ist, denn die Straße und das Leben laufen nicht weg. Anfangs kann es Helfen sich Themen zu überlegen, oder sich bestimmte Protagonisten zu suchen. Durch diese Technik, die Hr.Leuthard empfiehlt, sieht man einige Dinge auf Anhieb und erzielt relativ schnell eine Steigerung. Ich denke, man sollte das eine Zeit lang beherzigen, dann aber anfangen sich selbst herauszufordern. Meine größte Hürde aktuell ist es, jemanden anzusprechen und nach einem Bild zu fragen. Ihr seht also, es gibt immer Aufgaben die man sich stellen kann.

Cio Bella

Wie alles, ist die Fotografie (samt ihrer Unterarten) einem stetigen Prozess der Wandlung unterworfen und es gibt kein Ende des Lernens – egal wie jung, oder alt man ist. Man hört nie damit auf, von Menschen zu lernen, oder sich Inspirieren lassen. Von den Menschen auf der Straße, wie auch von anderen Fotografen.
Was ich nicht möchte, ist etwas zu glorifizieren. Das haben schon andere vor mir getan, ausgiebigst; Es gibt wahnsinnig viel Philosophie zur Straße – Zu finden auch hier https://engagethestreet.wordpress.com/street-photography-quotes/

Was die Bearbeitung der Bilder betrifft, so verfolgt fast jeder einen anderen Ansatz: Manche ziehen die Kontraste hoch, dass nur ein knallhartes Schwarz-Weiß übrig bleibt, oder überlassen den jeweiligen Kamerapresets die Arbeit – andere sitzen oft Stunden an einem Bild, oder fotografieren sogar rein analog. Ich glaube eher, dass man ein Streetfoto nicht länger als 2 Minuten bearbeiten muss. Gerade ziehen (wenn gewollt), S/W oder Farbe, Watermark (steht nicht jeder drauf) und fertig. Wo wir dann auch schon einen kurzen Schwenk zur Technik begangen haben (nein, es folgt kein ISO, Blende, Verschluss, MF, AF Geplänkel), so verweise ich auf den berühmten Satz:

Die beste Kamera ist gerade die, die man dabei hat.

So ist also zu sagen: Sei es ein Smartphone, eine Vollformat, Point and Shoot oder 35mm Film Kamera, die Technik in der Hand ist und bleibt nur ein Hilfsmittel.

Wenn ihr am Anfang seid und euch dringend belesen möchtet, so gibt es von Thomas Leuthard eine kostenlose PDF zu diesem Thema, die sich „Seelenraub“ nennt. Er geht auf viele Dinge ein und es hilft gerade am Anfang etwas, um nicht so verkopft an die Sache zu gehen.  http://www.thomasleuthard.com/Books/Seelenraub.pdf

Mir persönlich ist es wichtig, dass niemand auf meinen Bildern bloßgestellt wird oder lächerlich gemacht wird. Es gibt einen sehr schmalen Grat zwischen Momentaufnahme und BILD Niveau.

Am Ende möchte ich euch eigentlich nur folgendes auf den Weg geben:

Geht raus, macht Bilder! Habt Respekt vor denen, die ihr fotografiert! Nehmt euch nicht zu ernst! Habt keine Angst, wenn ihr erwischt werdet und bietet an das Bild per Mail zu senden, oder es zu löschen! Entschuldigt euch, wenn euer gegenüber kein Verständnis hat und seid immer freundlich – erklärt einfach, was ihr macht und warum, das hat mir oft geholfen. Diskutiert nicht, es ist ein Persönlichkeitsrecht das jeder hat und natürlich versuchen wir es wenigstens dahingehend zu achten, dass wir niemandem die Würde rauben in unseren Bildern (und ggf. seinem Wunsch folge leisten, dieses zu löschen). 

Manolo

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